Infekt-Anfälligkeit, auch bei Kindern

Die Infektanfälligkeit ist ein typisches Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem und herabgesetzte Gesundheit. Man muß immer bedenken, daß das Immunsystem aus zwei "Abteilungen" besteht: 

  1. Aus dem inneren Immunsystem des Organismus und
  2. aus der Beschaffenheit der Bakterien (Symbionten).

Das innere Immunsystem bringt man am besten mit einer Basisregeneration in Ordnung – außer bei Kindern (siehe Infektanfälligkeit bei Kindern). Bei der Aufforstung der Bakterien muß man beachten, wie lange und wie schwer ein schlechter Bakterienzustand bereits vorgeherrscht hat. Im allgemeinen genügt es bei Erwachsenen, Symbioflor I über einen Monat und Hylak forte über zwei Monate zu geben. Andere mögliche Präparate sind Omniflora oder Prosymbioflor. Symbioflor I besiedelt mehr den oberen Trakt (Mund-Rachen-Nase etc.), wo der Infekt meist stattfindet. 

Die Infekte können an verschiedenen Stellen stattfinden, chronisch werden oder immer wieder kommen. Im Grunde gilt das oben Beschriebene jedesmal als Grundsatztherapie. Oft genügt diese Behandlung ganz allein, um auch chronisch gewordene Erkrankungen, wie Nebenhöhlen-, Hals-, Mandel- oder Mittelohr-Entzündungen auszuheilen. Wenn der Zustand jedoch schon "alteingesessen" und sozusagen bereits zum "Normalzustand" geworden ist, genügt das nicht mehr, dann muß man zusätzlich Neuraltherapie, Akupunktur, Kräuterbehandlungen etc. machen. Das ist dann von Fall zu Fall verschieden und kann hier nicht besprochen werden. Aber bitte vergessen Sie nie: Die am Beginn dieses Kapitels beschriebenen Maßnahmen sind die Grundlage, die "Therapie vor der Therapie". Wenn man mit einer spezifischen Behandlung (Homöopathie, Akupunktur etc.) beginnt, ohne vorher die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren, ist das wie der Versuch, auf sandigem Boden ein Haus zu bauen. 

Infekt-Anfälligkeit bei Kindern: 

Auch hier gilt: das Immunsystem besteht aus den genannten beiden Bereichen (siehe "Infektanfälligkeit"). Kindern wird man bei der Basisregeneration keine Injektionen geben, sondern nur die Ernährung so umstellen, daß kein Zucker mehr konsumiert wird. Das ist im ersten Augenblick kein beliebtes Manöver bei den Kindern. Aber glauben Sie mir: Es gibt keine Gesundung, wenn der Zucker nicht eliminiert wird – das wäre ein völlig nutzloser Versuch! 

So wie man Kinder zu übermäßigem Süßgeschmack erzogen hat, wird man sie wieder entwöhnen müssen, was zugegebenermaßen der weitaus schwierigere Weg ist. Eltern tun sich oft nicht leicht damit, die Kinder "umzuerziehen". Ich persönlich habe kaum Schwierigkeiten damit. Ich wende folgenden Trick an. 

Ich sage: "Keinen Zucker, keine Süßigkeiten für vier Wochen (oder sechs Wochen)." Ich erkläre den Kindern, was das bedeutet und wozu es notwendig ist. Sobald diese begrenzte Zeit akzeptiert wurde, lasse ich mir einen Handschlag darauf geben. Es gibt nichts, worauf Sie sich mehr verlassen können, als auf das Ehrenwort eines Kindes. 

Nach der abgelaufenen Zeit schmeckt den Kindern der Zucker und das Süße ohnehin nicht mehr.

Oft sind sie begeisterte Zucker-Verweigerer geworden. Danach vereinbart man, daß Süßes jetzt einmal pro Woche (oder je nach Situation) erlaubt ist. Alles kein Problem, speziell wenn die Eltern mitmachen. Man darf jedoch nicht in den Fehler verfallen, die Verantwortung über "Zucker, ja oder nein" den Eltern zu übertragen! – Nein, diese Verantwortung muß man in die Hände der Kinder legen, eventuell sogar als Spiel, dann geht es besser als bei jedem Erwachsenen. Als zweiten Baustein gebe ich Kinder-Vitamine nach einer bestimmten Formel, die es bei uns leider nicht im Handel gibt. Ich lasse sie speziell anfertigen.Um die Bakterienflora aufzuforsten, gebe ich Kindern meistens Symbioflor I. Man muß es oft bis zu sechs Wochen geben, manchmal sogar länger, dann aber mit Unterbrechungen. Mit diesen simplen Maßnahmen ist so ziemlich jede Infektanfälligkeit weg und die Kinder haben eine Chance, gesund aufzuwachsen. Sie müssen dann nicht an den Mandeln oder am Blinddarm operiert werden (weil die Bakterien stimmen). Und sie werden ein gesünderes Empfinden entwickeln, welche Nahrungsmittel für sie gut sind und welche nicht. Sie werden lebendiger und wesentlich weniger mißmutig sein und in späterer Folge weniger zu Drogen tendieren.

Krankheitsindex

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