Allergien

Allergien sind ein Sammelbegriff für Erkrankungen, bei welchen das Immunsystem „überschießend“ reagiert.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass auch „entzündliche“ rheumatische Krankheiten vom Prinzip her in diese Rubrik fallen (also eigentlich in die „allergische“ und nicht in die „entzündliche“).

Ekzeme, Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen und ähnliche Dinge fallen in die Rubrik der Allergien: das Immunsystem des Organismus macht den Fehler, sich gegen etwas zu wenden, gegen das sich zu wenden ziemlich unsinnig und ein Irrtum ist (z.B. gegen Birkenpollen oder die Exkremente der Hausstaubmilbe...).

Bei der Allergie ist es wichtig, im Hinbick auf die Therapie zu unterscheiden, ob ein angeborener Faktor bei dem Patienten vorhanden ist oder nicht. Meist läßt sich ein angeborener Faktor dadurch entlarven, dass man findet, dass die Mutter oder der Vater, oder dass Geschwister ebenfalls zu allergischen Erkrankungen neigen.

In diesem Falle wird der Therapie-Erfolg auch von naturheilkundlicher Seite umso schwächer sein, je stärker der erbliche Anteil an der Erkrankung beteiligt ist.

Aber ein Patient muß immer etwas falsch machen, um auch eine ererbte Krankheit zum Ausbruch kommen zu lassen. Hätte man sich keinen Fehler in der Lebensführung geleistet, wäre die Krankheit meist gar nicht zum Ausbruch gekommen!

Aber da bereits Kinder mit Zucker und Kuhmilchprodukten und veränderter „künstlicher“ Nahrung aufgezogen werden, wird dieser ererbte Faktor rasch gefördert, und überdies wird er von Generation zu Generation stärker: die Kinder erkranken bereits früher und stärker an den allergischen Krankheiten, als es ihre Eltern noch getan haben.

Dies ist einer der fatalen Folgen der wissenschaftlichen „modernen Ernährungslehre“, welche die Nahrungsmittel in Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette eingeteilt hat, anstatt z.B. in Blattgemüse, Wurzelgemüse, etc. So hat man im Windschatten von scheinbarer „Wissenschaft“ den Kindern einfach „Kohlenhydrate“, „Eiweiß“ und „Fette“ gegeben, anstatt sich daran zu halten, was über die Jahrtausende die Basis für die menschliche Ernährung gewesen ist: „das, was draußen wächst“!

Aber selbstverständlich spielt die gestiegene Umweltvergiftung ebenfalls eine große Rolle in der Zunahme der Allergien, ebenso die möglichst breite „Versorgung“ der Menschen mit Chemikalien als Medikamenten.

Da die Allergien alle ein gemeinsames Prinzip haben, sei auch hier erwähnt, was üblicherweise zur Ausheilung beiträgt. Wie gesagt, gibt es einen erblichen Faktor, den wir nicht therapieren können. Aber erstens gibt es überhaupt erworbene Allergien, wo so ein Faktor nicht vorhanden ist und die daher heilbar sein sollten, und zweitens kann man bei den erblich (mit)bedingten Erkrankungen denjenigen Anteil gut behandeln, welcher nicht erblich ist.

In letzteren Fällen wird man eben nur eine Besserung erzielen (etwa sodass man kein oder weniger Kortison verwenden muß), und auf eine völlige Ausheilung verzichten müssen.

Es gibt auch unterschwellige Allergien (besser: „Unverträglichkeiten“, z.B. häufig auf Milch-Eiweiß oder Weizen), die nicht mit den üblichen (schulmedizinischen) Methoden diagnostizierbar sind.

Würde man solche unterschwellige Allergien nicht behandeln, so werden diese zu krankmachenden Faktoren und können in späterer Folge zur Entstehung anderer Krankheiten beitragen (z.B. Rheuma).

Es sei noch darauf hingewiesen, dass man mit der Lebensführung sehr wohl mitbestimmen kann, ob eine ererbte allergische Erkrankung zum Ausbruch kommt, und auch darauf, dass man damit nicht spielen sollte: denn je mehr man etwa durch Zucker-Essen die Krankheit fördert, umso stärker etabliert sie sich und setzt sich fest, und umso schwerer wird man sie wegbekommen.

Bezüglich der Therapie spielen folgende Dinge eine Rolle:

Ernährung (erstens wegen möglicher Allergene in der Nahrung, zweitens wegen des Untergrabens der Gesundheit, sodass die Allergie als Krankheit (wie bei jeder anderen Krankheit) ärger wird.

Darmbakterien. Da der menschliche Körper in weitester Auslegung eine Organisation bestehend aus vielen unterschiedlichen „bakterienartigen“ Kulturen ist, die zusammenarbeiten (indem die verschiedensten Aufgaben verteilt wurden), wirkt eine Therapie der Bakterienflora immer auch günstig bei der Behandlung von Allergien, insbesondere durch die „Impfung“ mit Antigen Symbioflor, u.ä.

Zumeist spielen auch Pilze (im Darm) bei der Aufrechterhaltung der Allergie-Krankheit eine wesentliche Rolle, sodass es sehr wichtig ist, die Bakterienflora in Ordnung zu bringen, sodass die Lebensbedingung der Pilze zerstört wird.

Bioresonanz-Therapie oder Mora-Therapie. Dazu ist zu sagen, dass es nicht genügt, dass ein Behandler dieses Gerät besitzt, sondern wie gut er damit umgehen kann. Ich selbst mache diese Therapie nicht, aber da ich die Patienten oft dorthin schicke, sehe ich, dass es auf den Therapeuten ankommt und nicht auf das Gerät.

Anders ausgedrückt: wenn Sie so eine Behandlung schon gemacht haben, und sie hat nicht geholfen, so kann es sein, dass ein anderer Behandler den gewünschten Erfolg erzielen kann!

Oft hängt es auch damit zusammen, dass viele Behandler auf die Ernährungskorrektur vergessen. Wenn dort schwere Fehler gemacht werden, läuft gar nichts. Rausgeschmissenes Geld. („Therapie vor der Therapie“ notwendig!)

Aber die Therapie an sich ist eine gute und zur Behandlung von Allergien geeignet.

Eigenharn-Behandlungen.

Eigenblut-Behandlungen (im Falle der Allergien: mit stärkeren Verdünnungen oder anderen Verarbeitungen aus Patientenblut).

Nosoden (das sind homöopathische Mittel, die die Krankheit selbst enthalten. Zum Beispiel kann man eine Allergie auf Milcheiweiß mit starken Verdünnungen von Milcheiweiß behandeln.)

Allergostop nach Theurer.

Im Verhältnis zu „schulmedizinischen“ Behandlungsmöglichkeiten steht die sogenannte „Desensibilisierung“ oder genauer die „Hyposensibilisierung“ zur Diskussion. Diese wird meist von Allergie-Ambulatorien gemacht. Auch hier gibt es eine Faustregel:

Leidet man an einer Allergie (oder höchstens zweien), also z.B. nur gegen Birkenpollen alleine, so hat eine Desensibilisierung Sinn und man kann mit einem guten Erfolg rechnen.

Leidet man hingegen an mehreren Allergien, ist es sinnvoller, wenn man die Therapie gegen die prinzipielle Verirrung des Organismus richtet, sich nämlich gegen „eingebildete Feinde zu wehren“. Insbesondere dann, wenn man bemerkt hat, dass man anfangs kaum gegen etwas allergisch war, dann gegen 2, dann gegen 3 und später gegen noch mehr Dinge allergisch wurde.

In diesen Fällen ist es offensichtlich, dass das Immunsystem sich immer mehr verirrt, und dieses muß korrigiert werden.

Allergien sind nicht leicht zu behandeln, manchmal hat man raschen Erfolg, manchmal fast keinen. Dies hängt mit der Vielfältigkeit der Fälle zusammen, mit versteckten Allergien und damit, dass man bei der Konstruktion eines Therapie-Planes keinen Faktor übersehen darf.

Aber da die Schulmedizin außer akutmedizinischen Maßnahmen und der „Hyposensibilisierung“ ohnehin keine Möglichkeit hat, Allergien zu therapieren, lohnt sich der Versuch auf jeden Fall.

Bei machen Leuten muß man sich damit zufriedengeben, dass sich der Zustand nicht weiter verschlechtert.

Das Meiden derjenigen Substanz(en), gegen die man allergisch ist, ist natürlich wesentlich für die Therapie.

Oft ist es gelungen, auch bei einem vorhandenen ererbten Allergie-Faktor mittels „Körndlkost“ (hauptsächlich Rohkost) alle Allergien zum Verschwinden zu bringen. Es ist dabei zu achten, dass kein tierisches Eiweiß gegessen werden darf, vor allem keine Kuh-Milch (und Milch-Produkte). Man muß es wohl mindestens 1 Jahr lang durchziehen. Dann heilt sich das Immunsystem selber aus, falls man nicht dabei irrtümlich irgendein Nahrungsmittel zu sich nimmt, auf welches man auch allergisch ist. (Bücher: „Schnitzer-Kost“, Bücher von Dr. M. O. Bruker)

(Diese Ernährungsform hilft in ähnlicher Weise bei vielen verschiedenen Krankheiten, was dort nicht immer erwähnt wird!)

Dies waren grundsätzliche Bemerkungen zum Sammelbegriff der Allergien. Alles andere lesen Sie unter dem jeweiligen Krankheitsbegriff.