Betrachtungen nach 20 Jahren Erfahrung mit Ozon-Therapien

Die Ozon-Therapie kann auf verschiedene Arten gemacht werden.

Da man hin und wieder von Gesundheitsgegnern und Nicht-Fachleuten Schlechtes über die Ozon-Therapie hört, ist es ganz gut, wenn ich als Ozon-Therapeut, der das seit 20 Jahren macht, etwas dazu sagt und die Angelegenheit klarstellt.

  1. Die "große Eigenblut-Behandlung mit Ozon":

    Bei dieser Behandlung werden 50 bis 100 Milliliter Blut aus der Vene in eine Flasche geleitet und dort mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch vermengt.

    Es gibt auch hier verschiedene Gerätschaften und Unterschiede im Detail, aber das ist nicht so wichtig. Bei dieser Behandlung wird das nun angereicherte Blut in die Vene zurückgeführt. Damit es weiterhin fließt, wird es zuvor mit einer geeigneten Menge Heparin oder Citrat ungerinnbar gemacht.

  2. Die "kleine Eigenblut-Behandlung mit Ozon":

    Diese Anwendung wird von jedem Therapeuten ein wenig unterschiedlich gemacht. Ich nehme normalerweise einige homöopathische Mittel (die für den Patienten geeignet sind), entnehme aus der Vene 3 - 5 Milliliter Blut und mische das mit einem Sauerstoff-Ozon-Gemisch zusammen. Dies wird i.m. (also in den Muskel) gespritzt. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, daß es ruhig eine derart kleine Menge sein kann, und dennoch ist die Wirkung gut.

    Diese Art der Ozon-Therapie wirkt mehr auf das Immunsystem anregend, während die "große Ozon" mehr für den Kreislauf wirkt.

    Beide Behandlungen regen sehr stark alle möglichen Reparatur-Vorgänge an. Dazu werden sie gemacht: Sie verbessern die Durchblutung, regen Reparatur-Vorgänge an und beleben die Selbstheilungskräfte. 
    Vorsicht ist bei Schilddrüsen-Überfunktion geboten, sowie bei manchen Allergien und Auto-Immun-Erkrankungen. Wie bei jeder Therapie muß man sich auskennen und sie dann anwenden, wenn sie geeignet ist.

  3. Es gibt - geschichtlich gesehen - noch einige andere Arten, mit Ozon zu behandeln, aber das wird kaum mehr angewandt:

    1. In die Arterie hinein, um direkt an eine Durchblutungsstörung zu gelangen. Ich wende das nicht mehr an, weil ich mit anderen Maßnahmen auf einfachere Weise zu gleich guten und besseren Resultaten gelange.
    2. Man hat früher das Gas in den Muskel gespritzt. Das wird praktisch nicht mehr gemacht. Ähnlich hat man früher das Gas in die Vene perlen lassen, auch das wird meines Wissens von niemandem mehr gemacht. Ärzte, die sich berufen fühlen, über die Therapien anderer zu lästern, beziehen sich auf diese früheren Versuche, weil sie gar nicht wissen, daß das gar nicht mehr angewandt wird. Sie haben keine eigenen Erfahrungen, sind nur "belesen" und schauen nicht auf´s Datum.
    3. Die Methoden unter sind nicht mehr nötig, sollten von verantwortungsbewußten Ärzten nicht mehr gemacht werden und werden auch meines Wissens in Österreich nicht mehr angewandt.
  4. Äußerliche Anwendungen:

    1. Man kann mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch Körperteile begasen. Dazu wird z. B. das wunde Bein in einen Sack gelegt und die Luft herausgelassen. Nun wird das Ozon-Sauerstoff-Gemisch hineingeblasen und kann einige Minuten einwirken. Dies wirkt durchblutungsfördernd und keimtötend. Eine sehr gute Anwendung, um "offene Beine", also "ulcus cruris" zu behandeln, damit die Wunde abheilen kann. Ich habe gesehen, wie damit riesige geschwollene Unterschenkel mit zahlreichen offenen Stellen, welche seit Jahren nicht abgeheilt und teilweise infiziert waren, so abgeheilt sind, daß auch jahrelang danach nichts mehr aufgebrochen ist.
    2. Man kann Einläufe mit dem Gas machen, um den Dickdarm zu behandeln, zum Beispiel bei "Colitis" (Dickdarm-Entzündung).
    3. Man kann Ozon-hältiges Wasser zubereiten, womit man Spülungen machen kann, um Infektionen zu bekämpfen (Scheiden-Pilze und ähnliches)

Wenn ich im Text von Ozon-Therapie spreche, dann meine ich die ersten 2 Behandlungsarten.

Speziell im Rahmen der Basisregeneration verwende ich zumeist die "kleine Eigenblut-Behandlung mit Ozon". 
Sie sind einfach, ungefährlich und wirkungsvoll.

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